Kleine Chi Kung Fibel

Akupunktur

Ist eine tausende Jahre alte chinesische Nadelstech- Methode.

Mit einer feinen Nadel werden so genannte Akupunkturpunkte, auf dem Körper, durch einstechen stimuliert.

Durch verschiedene Manipulationstechniken können der Energiefluß des Körpers mit seinen Organen harmonisiert, verstärkt oder Blockaden beseitigt werden.

Bodhidharma

Bodhidharma war ein indischer Mönch und gilt als der erste Patriarch der Chan- und Zen-Linien. Seine Historizität ist zwar teilweise gesichert, jedoch liegen die historischen Einzelheiten seiner Legende im Dunklen, da diese erst einige Jahrhunderte nach ihm entstand und immer weiter ausgeschmückt wurde.

Geboren war der 3. Sohn von König Sughanda in Kanchipuram, Mitglied der Kshatriya-Kaste und ausgebildet in der Kampfkunst Kuttu Varisai (10. Jh. v. Chr. aus einer Brahmanenkaste, aus dem Süden Indiens stammende Kampfform) sowie allen höfischen Sitten.

Bodhidharma pilgerte nach China um dort den Buddhismus weiter zu verbreiten. Er soll dann im Shaolin Kloster eingekehrt sein dort das Chan / Zen den Mönchen beigebracht haben, sowie auch die ersten meditative Atembewegungs-Übungen (Chi Kung).

Chi

Der chinesische Begriff Chi/Qi, (sprich tschie), in Japan als Ki und in Korea als Gi bekannt, bedeutet Lebensenergie.
Chi durchfließt alles und erhält alles am Leben (Mensch/Natur) sowie in Bewegung (Makro- bzw. Mikrokosmos).

Für den Menschen kann es durch die Atmung (Da Chi) und das Essen (Gu Chi) aufgenommen werden.

Chi ist ein zentraler Begriff des Daoismus. Der Begriff findet sich bereits im 42. Kapitel des Tao Te King; der daoistische Philosoph Zhuangzi beschrieb den Kosmos aus Qì bestehend. Darüber hinaus ist die Vorstellung vom Qì die ideelle Grundlage der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Im Menschen fließt es durch das Meridian-System, kann es dort ungehindert fließen, d.h. ohne Blockaden, ist der Mensch gesund und vital.

Chi Heilen

In dieser hohen Kunst überträgt der Heiler sein Chi auf den Patienten.
Dadurch werden die Kraft und der Energiefluss angeregt, somit ein Heilungsprozess angestoßen.

Besonders geeignet für Kinder oder Menschen mit Angst vor Akupunkturnadeln.

Chi Kung / Qi Gong

Ist eine sehr alte Gesundheitsfördernde und Gesundheit erhaltende chinesische Bewegungskunst.

Übersetzten könnte man es in Lebensenergie - Übung.

Dieser Begriff wurde erst in der Mao Zeit eingesetzt, um diese Art von Übungen zu definieren.

Chi Kung Heilen

Hier bekommt der Patient spezielle für ihn ausgesuchte und abgestimmte Chi Kung Übungen. Während diesen Übungen werden vom Therapeut Energiepunkte geöffnet.

Der Patient bekommt dann die Übungen als tägliche Aufgabe mit und wird noch je nach Problematik vom Therapeut weiterhin einbestellt und energetisch unterstützt.

Gua Sha

In meiner TCM Praxis wird bei dieser Methode auf der eingeölten Haut mit einem Jadestein den Muskeln entlang geschabt. Durch wiederholtes Schaben wird die Durchblutung verstärkt und der Chi Fluss aktiviert. Es kann dabei zu starken Hautverfärbungen kommen welche aber wieder nach ein paar Tagen verschwunden sind. Je stärker die Blockade ist desto stärker zeigen sich die Hautverfärbungen.

Gua Sha wird oft auch zur Prävention und zur Immunstärkung genutzt also ohne ein akutes Geschehen.

Individuelle Ernährungsberatung nach den 5 Elementen

Inhalt bald

Kung Fu

Der Begriff Kung Fu („Etwas durch harte/geduldige Arbeit Erreichtes“) wird im Westen meistens als Bezeichnung für verschiedene chinesische Kampfkunststile verwendet.

In der chinesischen Sprache bezeichnete der Begriff ursprünglich eher den Grad einer Kunstfertigkeit, die durch harte Arbeit erworben wurde, wird aber mittlerweile auch dort vor allem für die Kampfkünste verwendet.

Also die korrekte Bezeichnung wäre eigentlich jemand besitzt / hat Kung Fu. Dieser Ausdruck kann für irgendeine Fähigkeit benutzt werden.

Der richtige und klassische Begriff für Kampfkunst ist eigentlich Wushu.

Moxibustion

Mit glimmenden Beifuß (Ai Ye, Artemesia vulgaris) werden Akupunkturpunkte oder andere Körperteile erwärmt.

Ai Ye glimmt langsam und gibt so wohldosierte Wärme ab.

So stärkt es das Yang bei Mangel Kälte und löst Feuchtigkeit aus den Meridianen, der Oberfläche und den Organen. Genauso beseitigt es auch Qi/Chi -und Blutstagnation.

Anwendungen mit:

Moxakegel auf Ingwer oder Knoblauch
Moxakasten für große Körperregionen
Moxanadel oder Heiße Nadel> Wärme dringt direkt in den Akupunkturpunkt und Meridian
Moxakügelchen > Reiskorn großes Kügelchen wird auf dem Akupunkturpunkt direkt verbrannt

Shen

Shen hat eine große Bedeutungsvielfalt wie der deutsche Begriff "Geist".

Individuelle Persönlichkeit, Bewußtsein, Lebenskraft, göttlich-kosmische Wirkkraft können damit ausgedrückt werden.

Der Shen manifestiert sich in Achtsamkeit, Präsenz und Intuition aber auch in Herzenswärme, Intelligenz, Klarheit.

Shen gehört zu den drei Schätzen des Menschen Jing, Chi und Shen.

Sifu

Sifu wird als respektvolle Anrede für den Lehrer verwendet. In den chinesischen Kampfkünsten bekundet es den besonderen Respekt vor dem Lehrer als "väterlichem Meister" / "Lehrer-Vater".

Ein Lehrer-Vater / Sifu lehrt seinen Schüler und behandelt ihn wie sein eigenes Kind. Das Vertrauensverhältnis
sollte beiderseits gepflegt werden. Denn die höhere Kampfkunst-Ausbildung behinaltet auch den energetischen und spirituellen Weg, wo es besonders auf das Vertrauen der Generationen von Sifu und seinem Sifu usw. ankommt.

Akademische Lehrer werden hingegen nicht mit "Sifu" angesprochen, sondern mit "Laoshi".

TCM

Der Begriff Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist Mitte des letzten Jahrhunderts in China entstanden.
In dieser Zeit wurden viele Heilmethoden aus verschiedenen Strömungen als Regierungsauftrag Jahre lang zusammengefasst. Nachdem dies geschehen war, wurde es dann als TCM-Studium an den Universtäten angeboten und gelehrt.

Yin und Yang

Yin und Yang sind zwei Begriffe die in der chinesischen Philosophie eine zentrale Rolle spielen.
Insbesondere im Daoismus sind sie von großer Bedeutung.
Die beiden Begriffe stehen für gegensätzliche Prinzipien, die sich aber gegenseitig bedingen. Ohne das eine kann das andere nicht existieren oder benannt werden. Wichtig ist auch zu verstehen, dass in dem einen Gegensatzpaar das andere schon als Anteil bzw. Potenzial vorhanden ist. Yang hat also auch Yin-Anteile und Yin auch Yang-Anteile. Auch ist es wichtig, den dynamischen Prozess zu verstehen; wenn das eine sein Maximum erreicht hat, wandelt es sich in sein Gegenteil. Das heißt aus Yin wird Yang und umgekehrt, dies erklärt das Leben in seinen Wandlungen.
Alle Manifestationen können nach dieser daoistischen Philosophie in Yin und Yang eingeteilt und beschrieben werden.

Zen

Zen-Buddhismus oder Zen ist eine in China ab etwa dem 5. Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung entstandene Strömung oder Linie des Mahayana-Buddhismus, die wesentlich vom Daoismus beeinflusst wurde. Der chinesische Name Chan stammt von dem Sanskritwort Dhyana, das in das Chinesische als Chan’na übertragen wurde. Dhyana bedeutet frei übersetzt so viel wie „Zustand meditativer Versenkung“, was auf das grundlegende Charakteristikum dieser buddhistischen Strömung verweist, die daher auch gelegentlich als Meditations-Buddhismus bezeichnet wird.